Bundesfachverband für Besonnung
Licht ist Leben

Wissenschaft 2007 zu Sonne und Gesundheit

Ernährung und Nahrungsergänzung eine Alternative zu Sonne und Solarium?

Vitamin D aus Nahrung und Nahrungsergänzung

Um der schwierigen Abwägung von Nutzen und Risiken der Besonnung z.B. bei Schwangeren und anderen Risikogruppen wie Älteren, Menschen mit dunkler Hautfarbe,  bestimmten Berufsgruppen etc. zu entgehen,  wird von vielen Ratgebern (dankbar unterstützt von der Pharma- und Kosmetikindustrie) eine Ernährungsumstellung oder Vitamin D als Nahrungsergänzung empfohlen.

Nun ist die Vorstellung schon wenig realistisch, die Menschen könnten ihr Sonnen-Defizit durch Nahrung und Nahrungsergänzung ausgleichen, also täglich viele Becher Milch, reichlich fetten Fisch und Vitamin-Pillen zu sich nehmen. (Ohne jede Sonnenbestrahlung müsste der Mensch nach neuesten Forschungen etwa 4.000 Einheiten (IU) pro Tag über die Nahrung oder medikamentös zu sich nehmen. Das entspräche etwa 40 Glas Milch pro Tag oder 10 Multivitamin- Tabletten.)

Hinzu kommt aber, dass 

  • das Vitamin D2 , das überwiegend in Nahrungsergänzungmitteln eingesetzt ist, nicht die gleiche Wirkung, nämlich nur etwa 30%, erzeugt  wie das Vitamin D3 aus der Synthese durch die Sonneneinstrahlung über die Haut und darüber hinaus durch eine andere Art der Verarbeitung im Körper auch etwas andere Ergebnisse zeitigt, 
  • diese Sonnen-Ersatz-Mittel ihrerseits erhebliche gesundheitliche Risiken bergen.
    Schon die US-Gesundheitsbehörde hatte vor gefährlichen Ablagerungen zum Beispiel in fettem Fisch gewarnt.
    Eine neue Studie aus Island, Norwegen und Dänemark, Ländern mit hohem Fischkonsum, kommt zu dem Ergebnis, dass der Verzehr durch Schwangere von fettem Fisch, dem wichtigsten Vitamin D-Spender, zu Wachstumsstörungen beim Fötus führt. Die Forscher führen das auf die organischen Schadstoffe, die sich durch die zunehmend belasteten Meeresgewässer vor allem im Fett der Fische ablagert. Bei mageren Fischen wurde diese Wirkung nicht beobachtet.