Photomed Bundesfachverband Solarien und Besonnung e.V.
Sie sind hier: photomed.de / Zertifizierung / Photomed-Umfrage zur ZertifizierungStand: 9.02.2008

Zertifizierung ein Erfolg?

Photomed-Umfrage zu "Zertifiziertes Solarium" bei zertifizierten Sonnenstudios

Mit Kreativität und Geduld zum Zertifizierungs-Erfolg

Die Diskussion um Sinn und Unsinn des Qualitätssiegels "Zerifiziertes Solarium" (seit September 2007: "Geprüftes Sonnenstudio") bewegte sich lange Zeit im Bereich von Behauptungen und Vermutungen.  Viele Studios, und durchaus auch Qualitäts-Studios,  scheuten den Schritt in die Zertifizierung weniger aus Kostengründen als aus Befürchtungen, dass die Ziele nicht zu erreichen wären:  Neukundengewinnung und Differenzierung am Markt durch die ?öffentliche? Bestätigung der eigenen Qualitäts-Services.

Nach drei Jahren "Zertifiziertes Solarium" ist es an der Zeit, Vermutungen durch Erfahrungen zu ersetzen. Wie ist es den Studios ergangen, die sich dem RTS-Prozess einer aufwändigen Zertifizierung gestellt haben?

Der Photomed-Verband startete im November 2006 eine Umfrage bei den zertifzierten Studios. Die ersten Ergebnisse liegen jetzt vor und können als repräsentativ gelten.

Mit welchen Zielen sind die zertifizierten Studios angetreten?

Ziele der Zertifizierung

Ziele der Zertifizierung


Mehr als 80 Prozent der befragten Studios hatten bei der Zertifizierung vor allem die Zukunftssicherung im Auge. Überraschenderweise ist die zweithäufigste Nennung als Begründung für die Zertifizierung, dass man sich die eigene ? schon vorhandene ? Qualität bestätigen lassen wollte.

Neukundengewinnung und  Wettbewerbsvorsprung folgen gemeinsam erst an dritter, die Steigerung des Umsatzes und Spielräume in der Preisgestaltung sogar erst an vierter Stelle. Branchenpolitische Erwägungen treten dahinter deutlich zurück.

Bedenken im Vorfeld richteten sich vor allem auf die Kosten der Zertifizierung und die Gefahr, Altkunden zu verlieren z.B. durch die Begrenzung der Bestrahlungsstärken.

Welche Hoffnungen und Befürchtungen haben sich erfüllt ? und welche nicht 

Änderungen seit Zertifizierung

Was hat sich geändert seit der Zertifizierung?


Am deutlichsten fallen die Antworten aus bei der Frage nach verlorenen Kunden. Keines der zertifizierten Studios gibt an, unterm Strich Kunden verloren zu haben. Kunden gewonnen haben mehr als die Hälfte der Befragten. (Sowohl Kunden als auch Nutzungsfrequenz haben immerhin eine starke Mindeheit dazugewonnen) Bei den übrigen ging die Sache bisher pari aus.

Entscheidend scheint hier aber das Wörtchen ?bisher? zu sein. Denn von gewonnenen Kunden berichten ganz überwiegend Studios, die seit mehr als 9 Monaten zertifiziert sind. Das lässt die Vermutung zu, dass es für die Zertifizerten eine längere ?Anlaufzeit? gibt, bis das Qualitätssiegel am Markt ?greift?.

Fast einmütig ist dagegen die Behauptung der Studio-Betreiber, dass sich sowohl die Qualität und Ausbildung des Personals als auch die Beratungstätigkeit ? sowohl aufgrund des Angebots als auch durch Kundennachfrage ? wesentlich verbessert bzw. intensiviert habe.

Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen sich nach der Zertifizierung keinerlei Veränderungen, weder im Guten noch im Schlechten, bemerkbar gemacht haben.

Kommunikation als ein Schlüssel zum Erfolg

Werbemittel im Einsatz für die Zertifizierung

Werbemittel im Einsatz für die Zertifizierung


Fast alle Studios haben erhebliche Anstrengungen bei der Werbung mit dem ?Gütesiegel: Zertifiziertes Solarium? investiert. Und auch hier, wie schon oben erwähnt,  scheinen diese Maßnahmen in vielen Fällen erst nach einer gewissen Anlaufzeit zu greifen.

Kein Wunder, denn hier muss in Wirklichkeit eine völlig neue ?Marke? am Besonnungsmarkt durchgesetzt werden ? und sehr viel Hilfe von außen, etwa durch übergreifende Kommunikationsmaßnahmen  von Verbänden, Herstellern oder Handel, gab es ja nicht.

Erstaunlich vielfältig und kreativ der Einsatz der Werbemittel. Ein großer Teil der Studios begnügte sich nicht mit den traditionellen Werbekanälen wie Poster, Flyer, Anzeige und Pressemitteilung sondern setzte auch auf Rundfunk und  Lokal-TV, bezahlte PR, Events außerhalb des Studios etc. In der Hitliste der eingesetzten Werbemittel schneiden Mailings und E-mail-Aussendungen, diese kamen tatsächlich überhaupt nicht zum Einsatz,  überraschend bescheiden ab.

Dass sich der Einsatz auch unterm Strich lohnt zeigt sich daran, dass vor allem bei den ?älteren? Zertifizierten die Positivwirkungen deutlich mit den aufgewendeten Investitionen in die Werbung und Öffentlichkeitsarbeit in Verbindung gebracht werden können.

Bremser am Werk 

Hilfen und Behinderungen bei der Zertifizierung
Hilfen und Behinderungen bei der Zertifizierung

Bei der Frage nach den wichtigsten Förderern und Bremsern der Zertifizierung zeigt sich das interessante Bild, dass die gleichen  Protagonisten, hier vor allem die Hersteller, auf  beiden  Seiten des Zauns prominent auftauchen.

Gut die Hälfte der Studios erfuhren Unterstützung von dem ein oder anderen Hersteller. Die einsame Spitzenposition auf der Buhmann-Seite aber haben ebenfalls ? und das mit überwältigender Mehrheit fast aller Befragten ? wieder die (andere?) Hersteller.

Die Verbände, vor allem der Photomed-Verband, tauchen als Förderer auf, aber überwältigend scheint ihre Performance bei der Einführung der Zertifizierung nicht gewesen zu sein.

Der Handel bekommt sein Fett eher in den ?freien? Meinungsäußerungen am Ende des Fragebogens weg. Aber auch hier wieder mit bemerkenswert positiven Ausnahmen.

Alle, die den Fragebogen ausgefüllt haben, erklären sich bereit, ihre Erfahrungen ? auf Anfrage ? an andere, zertifizierungswillig oder zweifelnde Studios weiterzugeben.

Die Umfrage (Den Fragebogen finden sie hier)

Der Fragebogen mit 12 Items wurde an 50 Adressen von Betreibern zertifizierter Studios per Mailing geschickt und auf http://www.photomed.de zum Ausfüllen online gestellt.

Die Adressen wurden aus der Online-Datei der zertifizierten Studios der Bundesanstalt für Strahlenschutz (BfS) generiert und umfassen so gut wie alle (98%) Betreiberadressen aus dieser Datei.

Ausgefüllt und zurückgeschickt wurden 18 Fragebogen (36%). Alle Fragebogen waren vollständig ausgefüllt und auswertbar. In einer zweiten Welle im soll eine größere Ausschöpfung eine noch repräsentativere Auswertung ermöglichen.

 

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