Ebenso gut belegt ist die vorbeugende Wirkung von Vitamin D für den Prostata-Krebs.
- Vor allem im Winter und Frühjahr, wenn die Sonne nicht kräftig genug scheint, mangelt es amerikanischen Männern an ausreichendem Vitamin D im Blut (25(OH)D bzw. 1,25(OH)2D). Dieser Mangel erhöht ihr Risiko, an Prostata-Krebs zu erkranken, um bis zu 70 Prozent.
US-Forscher an der Harvard Medical und Public Health School analysierten die Daten von 14.916 Männern über einen Zeitraum von 18 Jahren und kamen zu dem Ergebnis, dass Männer mit einen Vitamin D-Mangel und insbesondere Männer mit einem besonders hohen genetischen Risiko wesentlich stärker gefährdet sind als Männer mit normalem oder gar optimalem Vitamin D-Spiegel im Blut. - Bei der Analyse der Prostatakrebs-Fälle in den USA aus den vergangenen 45 Jahren wies die Forschergruppe um Dr. Gregory G. Schwartz an der Wake Forest University, North Carolina, USA, nach, dass vor allem in den sonnenärmeren Regionen der USA ein direkter Zusammenhang besteht zwischen der täglichen Menge an Sonnenstrahlen, denen ein Mann ausgesetzt ist, und seiner Chance, einen Prostatakrebs zu überleben.
Je mehr Sonnenlicht, desto größer die Überlebenschance.
Da nördlich des 40. Breitengrads (wie etwa auch in Deutschland) das Sonnenlicht im Winter nicht ausreicht, um Vitamin D3 in der Haut zu bilden, kommt es bei einem erheblichen Teil der Bevölkerung zu einem Defizit an Vitamin D im Blut mit fatalen Folgen im Falle einer Krebserkrankung.