In Zeiten steigender Energiepreise wird es für Sonnenstudios immer wichtiger, die Effizienz bei der Energienutzung zu steigern. Dabei geht es darum, den mit der eingesetzten Energie erzielten Nutzen zu maximieren und die Energie möglichst günstig einzukaufen.
Den Energieeinsatz optimieren
Um die Energieeffizienz gezielt zu erhöhen, ist es sinnvoll, sich zunächst ein Bild verschaffen, wofür wieviel Energie verbraucht wird. Daraus wird dann abgeleitet, wo am besten anzusetzen ist, um effektiv Energie einzusparen.
Bei Sonnenstudios ist die Frage schnell beantwortet. Der überwältigende Teil des Stromverbrauchs wird für den Betrieb der Sonnenbänke gebraucht. Was kann also getan werden, um den Stromverbrauch der Sonnenbänke zu reduzieren?
In die Sonnenbänke könnte ein Vorschaltgerät eingebaut werden, das den Stromverbrauch senkt und gleichzeitig die Lebensdauer der Röhren erhöht. Durch die gesunkenen Stromkosten und die längere Lebensdauer der Röhren machen sich die Investitionen schon nach etwa drei Jahren bezahlt. Danach tragen die gesunkenen Energie- und Betriebskosten in Höhe von etwa 1.500 ? pro Bank und Jahr zur Verbesserung des Betriebsergebnisses bei. Ein Hersteller schreibt: ?Dank eines neuen Vorschaltgerätes leuchten die Leuchtstoffröhren von Solarien doppelt so lange und verbrauchen dabei bis zu 25 Prozent weniger Strom. Dabei bleibt die UV-Intensität stabil.?
Auch bei Neuanschaffungen sollten die Betriebskosten im Auge behalten werden. Sonnenbänke, die die beschriebenen Vorschaltgeräte bereits eingebaut haben, sind zwar deutlich teurer, die Investition kann sich aber nach einigen Jahren durch geringere Stromkosten und geringere Wechselkosten für die Leuchtmittel bezahlt machen.
Die Energiebezugskosten herunterfahren
Wer einen Standard-Stromvertrag hat, kann sich über das Internet (www.stromtarife.de) über seine Möglichkeiten informieren, den Anbieter zu wechseln. Nicht in jedem Fall weisen diese Informationsangebote alle günstigen Tarife aus, da manche Energieversorger ihren Kunden Sonderkonditionen bieten, die nicht veröffentlicht sind.
Ein Versorgerwechsel ist ganz einfach. In der Regel ist nur ein Formularblatt auszufüllen, mit dem der neue Versorger mit der Stromlieferung beauftragt wird. Gleichzeitig wird er damit bevollmächtigt, dem bisherigen Versorgungsunternehmen zu kündigen.
Nach einem Tarif mit Leistungsmessung werden Unternehmen abgerechnet, die mehr als 100.000 kWh pro Jahr verbrauchen oder mindestens zwei Monate mehr als 30 kW Leistung benötigen. Solche Tarife werden von den Versorgern immer auf Basis der konkreten Stromnachfrage kalkuliert.
Günstigere Angebote lassen sich hier nur auf dem Wege der Ausschreibung erlangen. Solche Tarife sind für den Laien schwer durchschaubar. Vollends schwierig wird es, verschiedene Angebote zu bewerten.
Weiterhin ist bei Leistungstarifen der Zeitpunkt wichtig, zu dem der Strom eingekauft wird bzw. zu dem eine Ausschreibung gestartet wird. Welcher Unternehmer kann schon von sich behaupten, die Schwankungen der Stromhandelspreise im Blick zu haben? Unternehmen mit solchen Tarifen sind daher gut beraten, externen Sachverstand hinzuzuziehen, wenn sie die besten Angebote am Markt nutzen wollen.
Beratung vom Energie-Makler hilft teure Fehler vermeiden
Solches Know-how bieten Energie-Makler an. Sie vermitteln Ihren Kunden den günstigsten Anbieter und kassieren dafür ein Erfolgshonorar, das meist ein Anteil an der erzielten Einsparung ist. Nach unseren Erfahrungen sind bei leistungsgemessenen Verbrauchern Kosteneinsparungen in vierstelliger Höhe möglich. Das sind etwa 10 % der bisherigen Kosten. Wenn diese, ohne Investitionen erzielten Einsparungen in Einspartechnologie investiert werden, kann ein Sonnenstudio-Inhaber sich mit relativ geringen Vorleistungen unabhängiger von den Schwankungen des Energiemarkts machen und sein Unternehmen substantiell verbessern.
Holger Vogelsang, axes
Der Autor ist Inhaber der Energie-Makler-Agentur axes, Büro für Energiewirtschaftlichkeit
Neu-Langerwisch 10/33
14552 Michendorf
033205 - 64359
vogelsang(at)axes24.de