Bundesfachverband für Besonnung
Licht ist Leben

Wissenschaft 2007 zu Sonne und Gesundheit

Hautkrebs (Melanom) durch Sonnen auf der Sonnenbank?

Sonnenbank Solarium und Hautkrebs

Wie schon in früheren Jahren  wogt der Streit um die Bedeutung  der UV-Strahlen für die Bildung von Hautkrebs hin und her. Während es kaum Zweifel gibt, dass UV-B die sogenannten ?weissen?, zu fast 100% heilbaren, Hautkrebsarten befördert, ist das Bild beim gefährlicheren ?schwarzen? Hautkrebs sehr viel differenzierter.

Hautkrebs hat viele Faktoren ? vor allem genetische

Aber auch beim ?weissen? Hautkrebs, zumindest beim so genannten Spinaliom,  sind andere Faktoren, vor allem Erbfaktoren, bedeutendere Auslöser für eine Erkrankung als die UV-Strahlen, so eine Untersuchung am Ohio State University Medical Center:
?Unsere Untersuchungen der Hautkrebsbildung in kontrollierter Umgebung,? so die Leiterin der Studie, Dr. Tatiana Oberyszyn, ?liefert den klaren Nachweis der biologischen Ursachen für den Unterschied zwischen den Geschlechtern bei der Entwicklung des Spinalioms.?

Solarium und Melanom ? Keine Verbindung

Noch wesentlich unwahrscheinlicher die von allen Solariengegnern immer wieder vorgetragene Behauptung, die Sonnenbank habe eine wesentliche Mitschuld an den in der Tat besorgniserregenden Steigerungsraten bei allen Hautkrebsarten, vor allem beim Melanom.

Eine dänische Studie kommt im August beim Vergleich der Steigerungskurven zwischen 1970 und 2004 von (häufig im Solarium sonnenden) Frauen mit (weit weniger Sonnenbänke nutzenden) Männern vor und nach dem großen Solarien-Boom in den 80ger-90ger Jahren zu dem eindeutigen Ergebnis, dass sich ein Einfluss der Solariennutzung auf die Entstehung von Melanomen nicht nachweisen lässt.

Gleichzeitig weist eine andere Langzeitstudie nach, dass der Anstieg von Melanom-Erkrankungen an häufig von Sonnenstrahlen beschienenen Hautpartien in den gleichen Zeiträumen um ein Vielfaches geringer ausfiel als die Erkrankungen von nie oder selten erreichten Körperpartien.

Das lässt die Schlussfolgerung zu, dass regelmäßiges aber mäßiges Sonnen keinen oder einen weit geringeren Einfluss auf die Melanombildung haben kann als plötzliches, intensives und unvorbereitetes Sonnen.

Risikoloser, regelmäßiger Genuss der unzähligen positiven Gesundheitswirkungen von UV-Strahlen in Natur oder Solarium ist also möglich, wenn bestimmte Regeln eines ?vernünftigen Sonnens? eingehalten werden.